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MPS-GAP mit GLOBALG.A.P. gebenchmarkt

 
Die Entwicklungen auf dem Markt in Sachen Nachhaltigkeit sind in vollem Gange. Bereits früher in diesem Jahr haben wir Sie über die verschärften Nachhaltigkeitsanforderungen des (deutschen) Einzelhandels informiert. Sie treten bereits Mitte 2019 in Kraft. Dies bedeutet, dass Zulieferbetriebe, aber auch alle Gärtner von Zierpflanzen bereits in diesem Jahr an den Vorbereitungen für diese verschärften Anforderungen arbeiten müssen.
Ab 15. September 2018 ist eine neue Version des Zertifizierungsschemas MPS-GAP in Kraft, das mit GLOBALG.A.P. gebenchmarkt wurde. Dadurch wird das neue Schema von MPS-GAP gleichwertig mit GLOBALG.A.P. sein. Alle nach MPS-GAP zertifizierten Betriebe sind mit GGN-Nummer auf dem MPS-Trade-Portal und in der Datenbank von GLOBALG.A.P. zu finden.

MPS bleibt also auch weiterhin in Bewegung, um seine Produkte und Dienstleistungen marktkonform anbieten zu können und so auch weiterhin den geänderten Anforderungen des Markts zu entsprechen.
 
Darüber hinaus ist es unser Ansinnen, ein „One-Stop-Shop“ zu sein, sodass Gärtner und andere Betriebe einen einzigen Ansprechpartner haben. Wir haben diesen MPS-GAP-Sondernewsflash zusammengestellt, um Sie zu informieren, wie MPS Sie auf dem Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit und Transparenz auf einem sich verändernden Markt unterstützen kann.  
 
Yolande van den Boom
CEO MPS-Gruppe

Was bedeutet MPS-GAP genau?

 
Das Zertifikat MPS-GAP gilt für Betriebe, die den Einzelhandel beliefern. Für MPS-GAP wurden Anforderungen in den Bereichen Rückverfolgbarkeit, Umwelt, Sicherheit und Hygiene formuliert. MPS-ABC ist das zugrunde liegende Zertifikat, um MPS-GAP führen zu dürfen. Risikoreduktion und Rückverfolgbarkeit sind dabei wichtige Argumente, um sich für eine Zertifizierung nach MPS-GAP zu entscheiden. Betriebe mit einem MPS-GAP-Zertifikat werden beim FSI-Ziel für 2020 berücksichtigt. Alle nach MPS-GAP zertifizierten Betriebe sind auf dem MPS-Trade-Portal (https://www.my-mps.com/affiliatemembers) zu finden.

FSI



Zudem entspricht MPS-GAP der Floriculture Sustainability Initiative (FSI) und ist daher Teil des „FSI-Pakets“. FSI ist eine internationale Organisation mit Mitgliedern aus vielen Ländern (wie Zulieferbetriebe, Handel, Einzelhandel, Branchenverbände). Diese Mitglieder arbeiten an dem Ziel, dass der Welthandel mit Blumen und Pflanzen bis 2020 zu mindestens 90 % für Nachhaltigkeit zertifiziert sein muss.

Die Vorteile von MPS-GAP auf einen Blick

  • Eintragung im MPS-Trade-Portal einschließlich GGN-Nummer
  • MPS-ABC ist das zugrunde liegende Zertifikat, um MPS-GAP führen zu dürfen. Dadurch heben sich Gärtner noch mehr im Bereich der Nachhaltigkeit ab, was zu einer Verbesserung des Images Ihres Betriebs führt.
  • Mit MPS-GAP erfüllen Betriebe die Anforderungen des (Lebensmittel-)Einzelhandels und werden die Absatzmöglichkeiten vergrößert.
  • MPS-GAP erfüllt die Anforderungen von FSI2020.

Standorte MPS-GAP zertifizierten Betriebe

Strengere Anforderungen des Einzelhandels
 

Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland wie Aldi Süd, Aldi Nord und Lidl sind schon seit Längerem dabei, Sozial- und Umweltstandards einzuführen. Sie arbeiten bereits mit international anerkannten Umwelt- und Nachhaltigkeitsnormen wie MPS, GLOBALG.A.P. und Fairtrade. Bisher war der Fokus vor allem auf Schnittblumen gerichtet. Nun wird dies auf das gesamte Blumen- und Pflanzensortiment ausgeweitet. Deshalb müssen ab 2019 alle Lieferanten dieser Unternehmen ein GLOBALG.A.P.-Zertifikat (bzw. ein Zertifikat nach einem gebenchmarkten Schema wie MPS-GAP) und eine Produktkettenzertifizierung (CoC) haben.



Zudem müssen alle Produkte auch bestimmten Sozialstandards wie MPS-SQ oder GRASP entsprechen. Auch Rückstandseinschränkungen und Anforderungen im Bereich der Verwendung des Logos werden schrittweise eingeführt. An anderer Stelle in diesem Newsletter gehen wir genauer darauf ein.
 
Beliefern Sie den Einzelhandel und im Besonderen Aldi Süd, Aldi Nord oder Lidl und haben Sie Fragen über die Anforderungen für die Zertifizierung, dann wenden Sie sich an Remco Jansen, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

GRASP and MPS-Socially Qualified 

Der (deutsche) Einzelhandel fordert, dass Zierpflanzen auch bestimmten Sozialstandards wie MPS-SQ (MPS-Socially Qualified), GRASP oder Fairtrade entsprechen.
 
MPS-SQ (Zertifikat)
Das MPS-SQ-Zertifikat basiert auf den universellen Menschenrechten und Verhaltenskodizes von vertretenden lokalen Organisationen. Aber auch die Vereinbarungen der International Labour Organisation (ILO) sind darin aufgenommen. In der Praxis bedeutet dies, dass
die Zahl der Arbeitsstunden, das Vorhandensein und der Inhalt von Verträgen, die Entlohnung, der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln etc. kontrolliert werden.
 
GRASP (Risiko-Assessment)
GRASP steht für GLOBALG.A.P. Risk Assessment on Social Practice und ist ein Risiko-Assessment im Bereich sozialer Aspekte in einem Betrieb. Zu denken ist an das Wohlbefinden und die Entlohnung von Mitarbeitern, aber auch an Gesundheits- und Sicherheitsaspekte.
 
Sollten Sie ein GGN-Logo auf Ihren Produkten verwenden wollen, ist es notwendig, dass Sie das Risiko-Assessment GRASP zu Ihrer MPS-GAP-Zertifizierung hinzufügen. MPS-ECAS führt ab 15. September 2018 auch die GRASP-Assessments durch, eventuell in Kombination mit dem MPS-GAP-Audit.
Logoverwendung

Betriebe, die das GGN-Logo (GLOBALG.A.P.-Verbraucherlogo) auf Produkten verwenden wollen, müssen eine Lizenzvereinbarung mit GLOBALG.A.P. schließen und eine Lizenzgebühr zahlen (für zertifizierte Gärtner ist diese Gebühr in der Jahresgebühr enthalten). Sollten Sie weitere Informationen über die Verwendung des GGN-Logos wünschen, senden Sie bitte eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
Zudem hat MPS am 23. August 2017 ein einheitliches MPS-Siegel eingeführt, das die vielen verschiedenen MPS-Siegel und -Logos, die bis dahin in der Zierpflanzenbranche verwendet wurden, ersetzt. In Kombination mit der interaktiven Plattform www.volgjebloemofplant.nl trägt das neue MPS-Siegel zu einer einheitlichen Arbeitsweise und Kennzeichnung von Produkten von nach MPS zertifizierten Betrieben bei. Bitte beachten Sie, dass ab 1. Januar 2019 die alten Siegel nicht mehr auf beispielsweise Verpackungen, Pflanzensteckern, Websites etc. verwendet werden dürfen.

Praktische Folgen des Benchmarkings von MPS-GAP
 

Betriebe, die nach dem 15. September 2018 ein Audit für MPS-GAP (anhand des neuen Schemas) durchführen lassen, erhalten eine GGN-Nummer und sind in der Datenbank von GLOBALG.A.P. zu finden. Neben den üblichen Kosten für MPS-GAP zahlen die Betriebe eine jährliche Gebühr in Höhe von 100 Euro an GLOBALG.A.P. (über MPS-ECAS), ungeachtet der Grundfläche des Betriebs.
 
Im neuen Zertifizierungsschema MPS-GAP (Version 11) wurden einige Vorschriften geändert bzw. gelockert. Wir werden die wichtigsten inhaltlichen Änderungen hier kurz erläutern.
 
  • Zukauf von Produkten (Anforderung 2.2a)
In Bezug auf zugekaufte Produkte wurden die Prozentsätze des Stufenplans in der Interpretation geändert. In Version 10 des MPS-GAP-Schemas mussten bei einem ersten Audit 40 % der zugekauften Produkte zertifiziert sein, beim 2. Audit 70 % und beim letzten Audit mussten alle zugekauften Produkte zertifiziert sein. In Version 11 wurden die Prozentsätze in 25 % bei einem ersten Audit, 50 % beim 2. Audit und 100 % beim 3. Audit geändert.
  • Kauf von Ausgangsmaterial/Jungpflanzen (Anforderung 2.8)
Hier gelten dieselben geänderten Prozentsätze wie bei oben genannter Anforderung (Anforderung 2.2.a). Hinzufügung bei der Interpretation dieser Anforderung: Dies gilt nicht für Betriebe, die nur Ausgangsmaterial produzieren. Wenn das Material von Wildpflanzen gesammelt wird, muss es mindestens 3 Monate lang im Betrieb anwesend gewesen sein, bevor es als nach MPS-GAP zertifiziert verkauft werden darf. Dauert der Anbauzyklus kürzer als 3 Monate, müssen zumindest zwei Drittel des Anbauzyklus im Betrieb stattfinden.
  • Schulungen (Gesundheit, Sicherheit, Hygiene) (Anforderung 2.19)
In Version 10 des Zertifizierungsschemas ging es nur um eine allgemeine Schulung im Bereich der Hygiene. In Version 11 wurden Schulungen in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit hinzugefügt.
  • Erstellung eines Naturschutzplans (Anforderung 2.20)
Die Erstellung eines Strukturplans wurde in der neuen Version durch die Erstellung eines Naturschutzplans ersetzt.
  • Rückstandsanalyse von Pflanzenschutzmitteln (Kapitel 7)
Das ganze Kapitel über die Rückstandsanalyse von Pflanzenschutzmitteln wurde gestrichen.
  • Anforderungen in Bezug auf die Vorbeugung von Lebensmittelbetrug (neues Kapitel 7)
Diese Anforderungen gelten nicht für Betriebe mit (Ausgangsmaterial von) Blumen und Pflanzen.
 
Das neue Zertifizierungsschema ist auf unserer Website zu finden.

Chain of Custody
 

Der GLOBALG.A.P.- Chain of Custody (CoC) ist ein Zertifikat für alle Betriebe und (Einzel-)Händler, die mit nach GLOBALG.A.P. zertifizierten Produkten (oder Produkten, die nach Systemen, die damit gebenchmarkt sind, wie MPS-GAP) arbeiten.
 
Der GLOBALG.A.P.-Chain of Custody Standard verfolgt Produkte während des gesamten Prozesses vom Gärtner bis zum Einzelhändler. Er stellt Anforderungen an die Verwendung zertifizierter Produkte und die richtige Trennung von zertifizierten und nicht zertifizierten Produkten in den Verarbeitungseinheiten. Händler, Verarbeiter und der Vertrieb können auf glaubwürdige Weise nachweisen, dass sie zertifizierte Produkte verkaufen, die Rückverfolgbarkeit nachweisen und sind in der GLOBALG.A.P.-Datenbank zu finden.
 
MPS-ECAS wird die CoC-Audits ab diesem Herbst durchführen, was zu dem Ziel von MPS, einen „One-Stop-Shop“ für seine Kunden zu bieten, passt.
 

Kontakt
MPS Service & Support
T. +31 174 615715
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